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Leuchttürme der Insel Rügen

Wie es sich für die größte deutsche Insel gehört, weist Rügen auch die meisten Leuchttürme aller deutschen Inseln auf. Gleich 7 Leuchtfeuerträger stehen an den 574km Küstenlinie. Nimmt man noch die 2 Leuchttürme von der Insel Hiddensee und einem vom Eingang des Strelasund dazu, dann kommt man auf insgesamt 10 Leuchttürme.


Die beiden Leuchttürme am Kap Arkona Kap Arkona

Die beiden Leuchttürme auf dem Kap Arkona auf der Insel Rügen sind schon von weitem zu erkennen. Kein geringerer als Karl Friederich Schinkel entwarf den alten Leuchtturm vom Kap Arkona. Die klaren Linien des Klassizismus machen diesen Turm zu einem bemerkenswerten Leuchtfeuerbauwerk an der deutschen Küste. Der dreigeschossige Turm trägt eine 24 eckige Laterne. Die 17 Reverberen die darin einbebaut waren sind leider entfernt worden. Der neue Turm, ein aus Granit auf achteckigem Sockel erbauter Steinturm wurde zwischen 1902 und 1905 erprobt. Seine Optik lief auf einem Quecksilberbad und zeigte ein Schnellblitzfeuer. Der Leuchtturm war Baugleich mit dem deutschen Leuchtturm auf Helgoland, der leider am 15. April 1945 von englischen Bomben zerstört wurde. 1992 wurde der Turm renoviert und auch das giftige Quecksilber gegen eine Rollenlagerung ausgetauscht, die Doppeldrehlinsenoptik wurde dabei auf eine einfache Drehlinse zurückgebaut. Beim Umbau wurde auch die rotschwarze Farbe die 1980 angebracht worden war wieder entfernt. Die Farbe die dem Turm den Beinamen Ringelsocke eingebracht hatte, hatte mit den Jahren das Mauerwerk beschädigt, da es durch die Farbe nicht Atmen konnte.


Das Molenfeuer Sassnitz Molenfeuer Sassnitz

Ein kleiner Eisenturm auf der langen Hafenmole am Hafen Sassnitz . Der Turm besitzt eine Gürtellinse mit 200 mm Brennweite die bei optimalen Sichtbedingungen eine Tragweite von 12 sm mit weißem Licht ermöglicht. Oft ist dieser Turm bei Sturm den Wellen ausgesetzt. Doch seine solide Ausführung und die Stabilität der Mole ermöglichten Ihm und Sassnitz im Jahr 2004 seinen 100. Geburtstag zu feiern.



Das Molenfeuer Mukran Molenfeuer Fährhafen Neu Mukran

Grün weißer Molenturm am neuen Großfährhafen von Neu Mukran. Hier wird der gesamte Massenfährverkehr, der früher über den Stadthafen in Sassnitz abgewickelt wurde, abgefertigt.
Zur Sicherheit der Schiffe wurde die Mole mit diesem Leuchtfeuer bestückt. Sein Gleichtaktfeuer lässt ihn alle 4 Sekunden ein Licht in die Nacht schicken. Mit seiner Farbgebung erinnert der Turm an das Molenfeuer von Sassnitz.



Das Leuchtfeuer Maltzien Leuchtfeuer Maltzien

1936 wurde zusätzlich zur betonnten Fahrrinne des südlichen Strelasund eine Richtfeuerlinie eingerichtet. Am Fuß einer kleinen Steilküste an der südlichen Spitze der Insel Zudar, steht dieser kleine gemauerte Steinturm der das Unterfeuer der Richtfeuerlinie darstellt. Das Oberfeuer ist ein Gitterturm der hier nicht abgebildet ist. Den Leuchtturm erreicht man über einen holperigen mit Betonplatten belegten Feldweg.



Das Leuchtfeuer Ranzow Leuchtfeuer Ranzow

Ein schönes Beispiel für einen der kleinen Standardtürme die durch Julius Pintsch in Berlin gefertigt wurden. Die genügsamen, wartungsfreundlichen Türme eignen sich besonders für exponierte Standorte, wie Ranzow und Kolliker Ort. Mitten im Wald an der Steilküste zwischen Lohme und dem Königsstuhl, stand bis 2002 dieser Turm. Heute kann man ihn auf dem Flächendenkmal Kap Arkona besichtigen.



Das Leuchtfeuer Kolliker Ort Leuchtfeuer Kolliker Ort

Der Leuchtturm Kollicker Ort ist nahezu baugleich mit dem Leuchtturm Ranzow. Er wurde ebenfalls von der Firma Julius Pintsch hergestellt. Dieses Orientierungsfeuer steht auf einem Felsvorsprung an der Kreideküste Jasmund.

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