Das Forsthaus Prora

Vom Forsthaus zum Umwelt Informationszentrum

Das Forsthaus Prora Prora, heute ein Ortsteil des Ostseebades Binz, liegt in einem besonders schönen Landschaftsbereich der Insel Rügen, an der Prorer Wiek. Der Name „Prora“ geht auf eine bewaldete Hügelkette dieses Namens im Süden der Schmalen Heide, zwischen Binz und Neu Mukran, zurück. Der Ort ist vermutlich erst um 1800 von der Familie von Putbus angelegt worden. Den Ursprung der Siedlung, die etwas vom Meer entfernt, in den großen Wäldern nahe des Jasmunder Boddens befindet, bildete ein Forsthaus im Stil des Historismus, das dem des Jagdschlosses Granitz nachempfunden wurde. Erbaut wurde es wahrscheinlich zwischen 1864 und 1867. Die erste bekannte Erwähnung des Forsthauses von Prora ist 1867, mit sieben Bewohnern.

Das Forsthaus Prora Das Forsthaus Prora befindet sich unmittelbar an der B196a, von Prora Richtung Karow, linker Hand auf der ca. 1900 Hektar großen Liegenschaft Prora/Stedar-Pulitz. Hier residierte zu damaligen Zeiten der Förster des Fürsten zu Putbus. Zu DDR-Zeiten war es dann Sitz der Forstverwaltung und bis in das Jahr 1992 hatte es noch Mieter. Der letzte Bewohner soll der Revierförster von Prora gewesen sein. Danach setzte der Verfall des Forsthauses ein.
Das gesamte Terrain war zu DDR-Zeiten weitgehend militärisches Sperrgebiet und wurde kaum forstwirtschaftlich genutzt. Geprägt wird dieses Gebiet von unberührten Buchen- und Mischwäldern, den Halbinseln Thiessow und Buhlitz am Kleinen Jasmunder Bodden sowie den Feuersteinfeldern bei Mukran.


News zum Naturerbe Zentrum RÜGEN

Das Naturerbe Zentrum RÜGEN Das Naturerbe Zentrum RÜGEN und der Baumwipfelpfad wurde am 15. Juni 2013 auf der DBU Naturerbe Fläche Prora eröffnet.
Auf Augenhöhe mit urwüchsigen Buchen auf dem barrierefreien Baumwipfelpfad mit dem 40 m hohen Aussichtsturm der einem Adlerhorst nachempfunden ist. Aus einer Höhe von 82 m über NN erleben Sie einen freien Blick über die einzigartige Landschaft der Insel Rügen.
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Geschichtliches zum Naturerbe Zentrum RÜGEN

Im Frühjahr 2009 hat die die Deutsche Bundesstiftung Umwelt das „Alte Forsthaus Prora“ übernommen, um auf dem Areal des früheren Militärforstes Prora auf der Insel Rügen ein Umwelt - Informationszentrum zu errichten. Während das denkmalgeschützte Gebäude selbst zu einem Verwaltungsgebäude mit Unterkunft zum Beispiel für Freiwillige im ökologischen Jahr oder Förster umfunktioniert werden soll, wird in einem benachbarten Gebäudekomplex auf knapp 900 Quadratmetern das eigentliche Umweltbildungszentrum mit Ausstellung errichtet.

Am 30. Mai 2011 hatte der Bauausschuss der Gemeinde Binz mit der Genehmigung eines entsprechenden Bebauungsplanes grünes Licht für die Investitionen in Höhe von etwa 13,5 Mio. € gegeben und dem Gemeinderat eine Zustimmung zu den Planungen empfohlen, die auch 40 neue Arbeitsplätze für die Region schaffen sollen. Geplant ist ein etwa 1.250 Meter langer Baumwipfelpfad, der auf einen 40 Meter hohen Baumturm, der einem Adlerhorst nachempfunden ist, führen soll. Nach Plänen der oberpfälzischen Erlebnis Akademie AG soll sich der aus Douglasienholz zu bauende Lehrpfad spiralförmig um eine riesige Buche hinauf zu einer Aussichtsplattform oberhalb der Baumkrone winden.
Pressemeldung der Erlebnis AKADEMIE AG vom 12. März 2012

Altes Forsthaus soll wieder Gäste empfangen

Das Forsthaus Prora

"Wir wollen entlang des Pfades auf drei Etagen mehrere Lehrstationen anlegen, in denen die Besucher Wissenswertes über die im Wurzelwerk, am Stamm und in der Baumkrone lebenden Tiere erfahren können", laut Aussage des Akademie-Sprecher Christian Kremer. Nach Plänen des Architekten Josef Stöger soll der Rügener Baumturm die Form eines Adlerhorstes annehmen. Auf Grund der geringen Steigung von maximal sechs Prozent soll er dann auch von älteren Menschen und Rollstuhlfahrern erklommen werden können. Vom Aussichtspunkt bietet sich den Gästen eine großartige Aussicht über den Buchenwald und die Prorer Wiek hinaus bis auf die Ostsee. Am Fuße des Turms wird auf einer Fläche von 900 Quadratmetern ein Umweltbildungszentrum mit Ausstellungskomplex entstehen, in dem die vielfältigen Landschaften von Deutschlands größter Insel vorgestellt werden. Das vermutlich zwischen 1864 und 1867 erbaute Forsthaus und der benachbarte Reitstall werden zu einem Verwaltungstrakt mit Unterkünften zum Beispiel für Freiwillige im Ökologischen Jahr oder Förster umgebaut.