Sie sind hier
Westrügen und die Insel Hiddensee
Zu Westrügen gehören das Gebiet um Schaprode mit dem Fährhafen zur Insel Hiddensee, die Insel Ummanz, Lischow, Gingst, Drechevitz, Landow und Ralow.
Hauptmerkmal von Westrügen ist eine zerklüftete Küste mit vielen kleine Inseln, Bodden, Wieken und Buchten und ist flach bis sanft hügelig. Hier finden viele Wasservögel ideale Brutgebiete. Die Küste und küstennahe Bereiche Westrügens sind zum Bestandteil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft erklärt worden.
Auf den Feldern und Wiesen von Gingst und Insel Ummanz kann man im Frühjahr und Herbst tausende Kraniche andere Zugvögel beobachten. Westrügen ist die Urlaubsgegend für diejenigen, die Natur und Erholung pur suchen. Ein Spaziergang entlang am Strand oder über den Deich, den ausgedehnten Wiesen und Schilfgürteln ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber. Die Zeit läuft langsamer in der ländlicher Idylle von Westrügen.
Der durch Handwerk, Fischerei, Landwirtschaft und Kultur geprägte Landstrich ist heute noch weitestgehend ursprünglich und so laden Bauernhöfe, Landgasthäuser, Museen und Märkte zum Verweilen ein. In diesem dünn besiedeltem Landstrich, der in älteren Reiseführern als Ende der Welt bezeichnet wurde, finden sich heute die bekannten Erlebnisbauernhöfe von Bauer Lange und Bauer Kliewe und eine Edeldestillerie in Lieschow, mit Schaubrennen und Verkauf von phantastischen Edelbränden und Likören.
Seit dem Jahr 1901 ist die Insel Ummanz mit einer kleinen Brücke über den Focker Strom mit der Insel Rügen verbunden. Ummanz ist mit weniger als 800 Menschen besiedelt und ist die viertgrößte Insel an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern.
Die Insel Hiddensee
Mit der liebevollen Umschreibung dat söte Länneken, grob aus dem Plattdeutschen mit „das süße Ländchen“ ins Hochdeutsch übersetzt, wird wohl am besten ausgedrückt, was Freunde von Hiddensee diese Insel empfinden. Die 17 Kilometer lange und nur ca. einen Kilometer breite Insel steigt von Süden nach Norden stetig an und hat auf dem Dornbusch mit seinem bekannten Leuchtturm mit 72 Meter Höhe ihren höchsten Punkt. Sie wurde 1308 durch eine mächtige Sturmflut von der Insel Rügen getrennt. Auf dem flachen Teil der Insel ziehen sich weiße Sandstrände an der Außenküste entlang. Die weitestgehend autofreie Insel Hiddensee gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Als Gerhardt Hauptmann (1862-1946) im Jahr 1885 erstmals Hiddensee betrat, war er von dieser Landschaft so fasziniert, dass er ab 1895 fast jeden Sommer hier verbrachte. Er wurde der berühmteste Hiddenseer Gast. Die Insel wurde in den 1920 Jahren das bevorzugte Ziel vieler Intellektueller. Unter anderem Heinrich George, Joachim Ringelnatz, Sigmund Freud, Albert Einstein und viele andere fühlten sich wohl auf der „Künstlerinsel“. Heute ist Gerhardt Hauptmanns Haus „Seedorn“ in Kloster ein Museum, das an die Hiddenseer Schaffensperiode und die Liebe des Dichters zur Insel erinnert.
Muttland | Wittow | Jasmund | Südostrügen | Westrügen | Hiddensee


