Hiddensee

Der Hafen von Vitte auf Hiddensee

Die Insel Hiddensee – „Dat söte Länneken“

Die Insel, die den Wanderer reich beschenkt, ist wirklich eine „Insel“ in unserer rastlosen Welt, wie geschaffen zum Ausruhen und Schauen. Den Alltag lässt der Besucher hinter sich, wenn er zur Fahrt nach Hiddensee das Schiff besteigt. Möwen begleiten ihn auf der Fahrt zum „Söten Länneken“, wie die Hiddenseer Einwohner ihre Insel liebevoll nennen. Etwa 60% der Insel Hiddensee gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die übrigen Gebiete sind mit Ausnahme der Ortslagen Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf – Plogshagen Landschaftsschutzgebiete.

Mit der liebevollen Umschreibung „Dat söte Länneken“, grob aus dem Plattdeutschen mit „das süße Ländchen“ ins Hochdeutsch übersetzt, wird wohl am besten ausgedrückt, was Freunde von Hiddensee diese Insel empfinden. Die 19 Kilometer lange und meist nur ca. einen Kilometer breite Insel steigt von Süden nach Norden stetig an und hat auf dem Dornbusch mit seinem bekannten Leuchtturm mit 72 Meter Höhe ihren höchsten Punkt.
Sie wurde 1308 durch eine mächtige Sturmflut von der Insel Rügen getrennt. Auf dem flachen Teil der Insel ziehen sich weiße Sandstrände an der Außenküste entlang. Die weitestgehend autofreie Insel Hiddensee gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Als Gerhardt Hauptmann (1862-1946) im Jahr 1885 erstmals Hiddensee betrat, war er von dieser Landschaft so fasziniert, dass er ab 1895 fast jeden Sommer hier verbrachte. Er wurde der berühmteste Hiddenseer Gast. Die Insel wurde in den 1920 Jahren das bevorzugte Ziel vieler Intellektueller. Unter anderem Heinrich George, Joachim Ringelnatz, Sigmund Freud, Albert Einstein und viele andere fühlten sich wohl auf der „Künstlerinsel“. Heute ist Gerhardt Hauptmanns Haus „Seedorn“ in Kloster ein Museum, das an die Hiddenseer Schaffensperiode und die Liebe des Dichters zur Insel erinnert.

Landkarte von Hiddensee

Kloster:

„Kultureller Hauptort“ der Insel (350 Einwohner) mit Gerhart-Hauptmann-Haus, Heimatmuseum, Inselkirche (1332) und der Lietzenburg.

Vitte:

Größter Ort der Insel (650 Einwohner) und Verwaltungssitz mit Inselinformation, Fähr- und Jachthafen, einigen schönen alten Häusern und Katen. Wahrzeichen sind die Blaue Scheune, ein etwa 200 Jahre altes Wohnhaus, das heute Künstlerwohnsitz ist und eine Gemäldegalerie beinhaltet, sowie die alte Windmühle.

Neuendorf:

Südlichster und der Insel Rügen am nächsten gelegener Ort der Insel mit einer idyllischen Lage und einem weißen, feinsandigen Strand.

Grieben:

Das älteste, kleinste und nördlichste Dorf auf Hiddensee, 1297 erstmals urkundlich erwähnt, besitzt es die ältesten Hiddensee – Häuser.

Leuchtturm:

Der Hiddenseer Leuchtturm auf dem Dornbusch wurde 1888 in Dienst gestellt und ist das beliebteste Ausflugsziel auf der Insel Hiddensee.

Die Insel Hiddensee in Zahlen:

Fläche: 16,8 km2
Länge: 18,6 km
Schmalste Stelle: 300 m
Breiteste Stelle: 3,7 km
Höchste Erhebung: Svantiberg (72,5 m)
Einwohnerzahl: 1.300


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