Das Hügelgrab - Der Dobberworth

Der Dobberworth

Neben zahlreichen Großsteingräbern gibt es auf Rügen rund 1000 Hügelgräber.


Das größte Hügelgrab im norddeutschen Raum

Das größte Hügelgrab im norddeutschen Raum und damit auch der Insel Rügen ist der Dobberworth. Er befindet sich bei Sagard auf der Halbinsel Jasmund und stammt aus der Bronzezeit und ist etwa 3.500 Jahre alt. Es ist rund 12 m hoch und hat einen Umfang von ca. 150 m mit einem geschätzten Volumen von 22.000 m³. Die Bundesstrasse 96 nach Sassnitz führt direkt an dem mit großen Laubbäumen bewachsenen Hügelgrab vorbei.



Zur Entstehung des Dobberworth gibt es folgende Sage:

Vor langer Zeit lebte auf Jasmund eine Riesin. Diese hatte sich in den Fürsten von Rügen verliebt und wollte unbedingt seine Frau werden. Als er ihren Heiratsantrag jedoch ablehnte, wollte sie sich an dem Fürsten rächen. Sie versammelte ihre Gefolgsleute, die mit ihr zusammen die Landenge zwischen dem Großen und dem Kleinen Jasmunder Bodden mit Sand und Steinen zuschütten sollten. So erhoffte sie sich, schneller gegen den Fürsten zu Felde ziehen zu können. Doch schon der erste Versuch ihres Planes misslang, denn genau bei Sagard zerriss ihre Schürze und Sand und Steine fielen zur Erde. Hieraus entstand dann der Dobberworth.

Über den Dobberworth gibt es aber auch noch folgende Geschichten:

Historische Ansichtskarte vom Dobberworth bei Sagard auf Rügen Dass in dem Dobberworth und unter ihm „Unterirdische“ lebten, findet seinen Widerhall in der Sage um den Bauern, dem damals die Lieferung von Getreide zum Dobberworth aufgetragen wurde. Doch entgegen der Aufforderung der im Berg Lebenden, sich beim Verlassen des Berges nicht umzudrehen, konnte der Bauer nicht widerstehen. Er wandte sich um - und der Berg verschlang seinen mit Gold beladenen Wagen. Er selbst und seine Pferde kamen mit dem Leben davon.



Ein anderer Bauer, dem diese Erhebung bei der Bestellung seines Landes im Wege war und er sie deshalb abtragen wollte, musste die Erfahrung machen, dass alle Versuche misslangen. Es heißt, dass er sich mit zwölf vierspännigen Wagen daran machte, den Dobberworth zu ebnen, doch er erreichte nichts. Als er dennoch nicht aufgeben wollte, drohte ihm eine Stimme aus dem Berg. Erst danach ließ er ab von seinem Tun, und so gibt es den Dobberworth auch heute noch.