Kreidemuseum Gummanz

Das Kreidemuseum Gummanz - Europas einziges Kreidemuseum

Die Rügener Kreide ist ca. 67 Millionen Jahre alt. Von 1859 bis 1962 wurde in dem rund 3 ha großen Gummanzer Kreidebruch das weiße Gold abgebaut und weiter verarbeitet. Das Kreidemuseum befindet sich in einer ehemaligen und restaurierten Werkhalle eines Fabrikgebäudes des ehemaligen Kreidewerks Gummanz. Zu dem Museum gehören ein Kreide-und Naturlehrpfad sowie ein Freilichtmuseum. Der Name Gummanz stammt laut Überlieferungen aus dem altslawischen „gumbno“, was Dreschplatz oder Siedlung bei der Tenne bedeutete.

Das Kreidemuseum Gummanz Schon im Jahre 1998 konnte eine Interessengemeinschaft erste bergbauliche Geräte des Kreideabbaus der Öffentlichkeit präsentieren. Im Jahre 2005 eröffnete mit Hilfe der Europäischen Union und dem Land Mecklenburg-Vorpommern dann das erste und bislang einzige Kreidemuseum Europas. Die restaurierten Maschinen und Geräte im Außenbereich stammen aus ehemals 28 verschiedenen Kreidebrüchen des Jasmund.

In dem Museum wird die „Rügener Kreide“ unter verschiedenen Aspekten dargestellt, als geologische Formation, als Naturrohstoff für die Gummi-, Chemie-, Keramik- und Farbenindustrie, als interessanter Fossilienfundstätte und auch als Natur-Heilmittel. Hier werden viele Fragen zur Kreidezeit und zu dem Abbau von Kreide auf der Insel Rügen beantwortet. Zu sehen sind fossile Funde, die beim Abbau aus der Kreide geborgen wurden und viele Gerätschaften und Werkzeuge, die bei dieser schweren Arbeit Verwendung fanden. Aber auch aktuelle Geschehnisse, wie z. B. Abbrüche an der Kreideküste erfahren hier einen fachlichen Standpunkt.

Ein Naturlehrpfad führt durch den stillgelegten Kreidebruch, Museumsbesucher erfahren hier wie die gebrochene Kreide verarbeitet und für den Transport und die Weiterverarbeitung vorbereitet wurde. Die höchste Erhebung des Kreidebruchs ist der sogenannte "Kleine Königsstuhl". Seinen Namen erhielt er wegen der offensichtlichen Ähnlichkeit mit dem Königsstuhl an der Kreideküste der Halbinsel Jasmund. Der Weg dorthin führt um den Kreidebruch herum, in dem sich auch ein kleiner Tagebausee befindet. Auf dem Weg dorthin erhält man auf zahlreichen Schautafeln Informationen zur Kreideproduktion sowie über die Geologie und Landschaftsgeschichte der Region.

Der kleine Königsstuhl Auf dem obersten Punkt des Lehrpfades, dem "Kleinen Königsstuhl" angelangt, hat man einen herrlichen Ausblick auf das am Fuß liegende Museumsfreigelände, über den Jasmund und den Großen Jasmunder Bodden.
Aber auch der Umweltaspekt des Kreideabbaus wird im Freigelände beleuchtet. Man kann sehen, wie durch den Abbau der Kreide beschädigte Natur sich nach der Stilllegung dieses Gelände wieder zurück erobert. So wird der kleine Tagebausee zum wertvollen Biotop für besondere seltene Tier- und Pflanzenarten, wie zum Beispiel Orchideen.

Anreise Kreidemuseum Gummanz

Das Kreidemuseum Gummanz befindet sich auf der Halbinsel Jasmund. Es liegt unweit des heutigen „Jasmar Resort“ bei Neddesitz. Der Parkplatz des Kreidemuseums befindet gegenüber der „Jasmar Therme“, einem Hallenschwimmbad. Von dort aus erreichen Sie nach ca. 10 Minuten Fußweg das Kreidemuseum Gummanz.

Kreidemuseum Gummanz
Gummanz 3a
18551 Sagard

www.kreidemuseum.de